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Wir über uns

1996 - 2006

Zwischen Gladbeck und Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens, liegen 2500 km. Wer mit dem Flugzeug dorthin reisen will, schafft es von Frankfurt / Main in ca. 3 Stunden. Mit dem Auto sind es wenigstens drei Tage. Man muss auf diesem Wege ganz Deutschland, Österreich, Ungarn und Rumänien durchqueren.
Und dennoch: Zwischen uns und Moldawien liegen „Welten“: hier der überfließende Wohlstand – dort die große Armut. Hier eine gut funktionierende Demokratie – dort nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit ihrer kommunistischen Diktatur die ersten Versuche, eine parlamentarische Demo-kratie sowie einen Rechtsstaat aufzubauen. Hier eine Kirche inmitten einer von ihr über Jahrhunderte geprägten Kultur – dort eine kleine katholische Kirche in der Diaspora (ca.20.000 Katholiken), umgeben von etwa 1,5 Mio. orthodoxer Christen und rund 3 Mio. Nichtglaubender. Hier eine Kirche, vom Säkularismus bedroht – dort eine Kirche im Aufbruch.

Solidarität mit der kath. Kirche in Moldawien

Hier bei uns erleben wir eine Kirche mit allem, was für das pfarrliche und überpfarrliche Leben notwendig ist: Kirchen und Kapellen, Pfarr- und Gemeindehäuser, Kindergärten, Jugendheime, Caritasstationen, Krankenhäuser, Hospize, Seniorenzentren, Klöster, geistliche Zentren und Bildungsstätten – getragen von Priestern, Ordensleuten und vielen hauptamtlichen und ehrenamtlich mitwirkenden Frauen und Männern.
In Moldawien hingegen erleben wir eine Kirche, die gezeichnet ist von den Jahrzehnten großer Unterdrückung und Verfolgung. Nach dem Untergang der Sowjetunion, zu der bis 1989 Moldawien als Teilrepublik gehörte, beginnt diese Kirche nun, sehr einfach und bescheiden ihr Leben zu entfalten.
Seit November 1993 hat sich auch eine eigene Struktur gebildet, was sich in der Zwischenzeit im politischen und kirchlichen Bereich als wichtig und hilfreich erwiesen hat: eine Apostolische Administratur (Vorform einer Diözese). Ihre Leitung hat Papst Johannes Paul II. dem bisherigen Pfarrer von Chisinau, Anton Cosa, mit bischöflichen Vollmachten übertragen; am 6. Jan. 2000 weihte er ihn, im Petersdom zum Bischof. Am 8. Dezember 2001 wurde nun die Administratur zur Diözese erhoben.
Am Ende der kommunistischen Regentschaft gab es in ganz Moldawien nur eine katholische Pfarrei: „Providenta Divina“ /Göttliche Vorsehung“ in der Hauptstadt Chisinau. Heute sind es schon 13 kleine Pfarreien. Priester und Ordensleute engagieren sich mit einer stetig wachsenden Zahl von Männern und Frauen im Dienst der Verkündigung und besonders auch der Caritas, denn neben dem „Hunger nach Gott“ haben die Menschen auch einen ebenso großen „Hunger nach Brot“.

Weil Menschen Mitmenschen brauchen

Die Armut in diesem kleinen von der westlichen Welt nahezu vergessenen Land ist unvorstellbar groß. Moldawien ist heute das ärmste Land Europas. Die Wirtschaftskraft und finanzielle Stärke dieses Landes (= Bonität) liegt noch hinter den Entwicklungsländern Togo und Kambodscha. Der monatliche Lohn einer Familie beträgt durchschnittlich nur ca. 50.- €. Senioren müssen mit einer Monatsrente von ca. 25.- € auskommen. Wer Geld hat, kann sich alles kaufen. Es fehlt in diesem vor allem von Wein, Obst und Landwirtschaft geprägten Land also nicht an Gütern. Auch sind Miete und Grundnahrungsmittel sehr preiswert; aber bereits Kleidung, Medizin, Energie und sonstige lebenswichtige Güter können fast nicht mehr bezahlt werden, da sie durchweg fast so teuer sind wie in Westeuropa.
Der Bischof von Moldawien, Anton Cosa, gründete die „Caritas Moldova“; diese hat die große Aufgabe wahrzunehmen, Lebensmittel und Kleidung und andere gespendete Hilfsgüter an Hilfsbedürftige unabhängig ihrer religiösen Bindungen weiterzugeben und mit Hilfe von Suppenküchen, medizinischer und sozialer Betreuung den Notleidenden beizustehen.

1996 Gründung von "PRO MOLDAVIA e.V."

Um die beiden Pfarrer Anton Cosa und Clemens Bombeck herum entstand ab Frühjahr 1993 ein Freundeskreis; zu ihm zählen Jugendliche, Frauen und Männer aus Essen, Gladbeck, dem Bergischen Land und der näheren und weiteren Umgebung. Dieser Freundeskreis hat es sich zur Aufgabe gestellt, die junge katholische Kirche in Moldawien bei ihrer caritativ–humanitären und pastoralen Arbeit zu unterstützen.

Seit November 1993 sind viele Hilfstransporte (ca. 650 t) vor allem mit Lebensmitteln, Kleidung, Krankenhausbetten, Medikamente und medizinische Geräte in einem Gegenwert von rund 3.3 Mio. € nach Moldawien gebracht worden.
Um dieses vor allem caritative Werk noch besser durchführen zu können, wurde im August 1996 auf Anregung von Bischof Cosa der Verein „ PRO MOLDAVIA e.V. – Solidarität mit der katholischen Kirche in Moldawien“ gegründet.
Er hat vom Bistum Essen die kirchliche Approbation und vom Finanzamt Gladbeck den Status der Gemeinnützigkeit erhalten.

Aktivitäten und Projekte

Der Verein PRO MOLDAVIA e.V. hat inzwischen 109 Mitglieder.
Viele Helfer für den Dienst am Nächsten sammeln und sortieren Kleidung und wichtige Gebrauchsgüter wie medizinische Geräte und Krankenhausbedarf. Seit vielen Jahren konnten wir dringend notwendige Kleidung, Schuhe, Wäsche sowie Lebensmittel und Medikamente nach Moldawien bringen. Diese Hilfsgüter wurden vorher in unserem Lager gesammelt, sortiert und sorgfältig durch fleißige Hände verpackt. Moldauische oder rumänische Spediteure, die eigentlich ohne Rückfracht den weiten Weg nach Osteuropa zurücklegen müssten, fahren unsere Hilfsgüter nach Moldawien.
Zur Finanzierung der Transportkosten waschen wir von April bis Oktober einmal im Monat Pkw`s gegen eine Spende. Hier sind unsere Helfer ebenfalls ehrenamtlich für die gute Sache im Einsatz.
Zahlreiche Transporte wurden auch von unseren Helfern selbst unter Verzicht auf Urlaub auf den langen Weg gebracht. Viele Kontakte konnten so direkt mit den Bedürftigen geschaffen werden. Manche Freundschaften sind entstanden. Mindestens einmal im Jahr sind unsere Helfer unterwegs für den Dienst am Nächsten. Es ist schon eine große Belastung für jeden Helfer, sich für 3 Tage Non/Stop über eine Strecke von insgesamt 2500 km durch fremde Länder, mit vielen Problemen an den Grenzübergängen und teilweise unendlichen Lkw-Kolonnen von mehr als 200 Fahrzeugen mit offiziellen Wartezeiten von mehr als 20 – 24 Std. für so eine humanitäre Aktion einzusetzen. Nach ein paar Tagen der Ruhe und der Kontakte zu den Bedürftigen und den uns sehr vertrauten Organisatoren vor Ort geht es dann mit leeren Fahrzeugen und vielen Briefen an die deutschen Freunde den gleichen Weg zurück in die Heimat. Hier werden wir oft an den Grenzen wegen „Humanitärer Hilfe“ und leerem Wagen etwas bevorzugt an den langen Staus beim Zoll vorbeigelassen.
Erst 2001 konnte durch uns ein Rettungswagen, der bei der Feuerwehr Gladbeck ausgemustert worden ist, durch zwei Mitglieder zu einem Krankenhaus in die Hauptstadt Chisinau überführt werden. Dort tut der Rettungswagen hoffentlich noch lange Zeit gute Dienste für die Kranken und Verletzten.
Bei der Fahrzeugübergabe konnte man unter großer Beteiligung der Bevölkerung und ebenso viel Prominenz aus der Regierung und dem Gesundheitswesen erfahren, dass das Blaulicht an diesem RTW ein Licht der Hoffnung sei.
Im Mai 2002 wird ein weiterer Krankenwagen, der über 10 Jahre in unserer Stadt Dienst getan hat, für den weiteren Einsatz in Moldawien überführt werden.

Moldawien braucht viele Helfer

Die Menschen an der Moldau sind uns sehr ans Herz gewachsen.
10 Jahre nach der Unabhängigkeit ohne Erfolg gibt es die Regierung durch eine Person. Nach außen wird eine Demokratie dargestellt. Das Elend ist doch gleich geblieben. Es gibt 20% Reiche und ebenso 20% ( ca. 800.000 ) junge und auch arme Menschen, die das Land verlassen haben. Die Innenstädte sehen sehr gut aus. Außerhalb dieser Städte gibt es nach wie vor sehr große Probleme. Studenten und Schüler sind wegen des Kommunismus erst vor kurzer Zeit mit Protesten auf die Straßen gegangen. Vermehrt ist jetzt auch festzustellen, daß die Kommunisten dabei sind, gemäß der „Salamitaktik“ wichtige Grundrechte schrittweise abzuschaffen.
Bei humanitären Hilfen von außen gibt es in Regierungskreisen z.B. bei Kleidung großes Misstrauen, weil vermutet wird, dass diese Sachen auch im Land verkauft werden könnten. Der Kommunismus zeigt immer wieder Filz in allen Ebenen. Viele Mio. Dollar sind nicht dort angelegt worden, wofür sie bestimmt waren. Die Korruption ist eben sehr groß. Nun soll z.B. für Kindergärten je ein Parlamentarier eine Patenschaft übernehmen.
Der Vize-Premierminister ist sehr engagiert für die „Humanitäre Hilfe“. Der Zeitfaktor muss hier entscheiden. Eine Alternative ist nur eine neue Regierung, neue Leute ohne Kommunismus. Das Elend ist besonders auf den Dörfern bei Kindern und alten Menschen sehr groß. Es gibt keine wirtschaftliche Entwicklung.
Wir müssen wieder Hoffnung schaffen. Es lohnt sich immer noch zu helfen. Pro Moldavia hat bei der Regierung in Moldawien und anderen Beteiligten eine sehr hohe Akzeptanz.
Moldawien, das mit Abstand ärmste Land Europas, gehört auf die Liste der Entwicklungsländer. Soziale Sicherheit ist dringend erforderlich.
Wir möchten gern für die Zukunft der Menschen in diesem Land finanzielle Mittel beschaffen um bestimmte Projekte direkt fördern und steuern zu können, z.B Sozialzentren für die armen und alten Menschen und Ausbildung in Theorie und Praxis für Handwerksberufe für die jungen Menschen.
Unser direkter Partner - die „CARITAS MOLDOVA“ sowie „ PRO UMANITAS“ - sind inzwischen sehr erfolgreich und erhalten von allen Seiten Europas großes Lob und vielfache Unterstützung. Wir bitten die Bevölkerung unseres Landes mitzuhelfen, dass unsere Nachbarn in Moldawien ein besseres menschenwürdiges Leben führen können.

Jeder Cent kommt an

Wir bedanken uns bei allen Spendern, die uns durch einzelne Kleidungsstücke, Medikamente, medizinisches Gerät sowie Ausrüstungen für Krankenhäuser und Sozialstationen oder mit finanziellen Mitteln geholfen haben, unsere Aufgabe mit Freude und Zuversicht durchhalten zu können.Wer helfen möchte, kann jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen oder direkt auf eines unserer Konten

Konto Nr.: 545 354 3
Stadtsparkasse Gladbeck
BLZ: 424 500 40 
Konto NR.: 8 801 400
Volksbank Ruhr - Mitte eG
BLZ: 422 600 01 

eine freiwillige Spende überweisen.

02.2008